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Hakkari Winterhilfe

Hakkari Winterhilfe

“Als wir in Hakkari Winternothilfe leisteten und Kinder glücklich machten, erwärmte das unser Herz”

 

Im Rahmen des Winterhilfeprojekts 2018-2019 leistete die Internationale humanitäre Organisation WEFA, mit Beginn des eisigen Winters, den Grundschul- und Sekundarschülern im Dorf Vezirli und im Dorf Suüstü im Bezirk Yüksekova in Hakkari, Winternothilfe. In diesem Zusammenhang wurden 1092 Hakkari-Schülern Mäntel, Stiefel, Handschuhe, Schals und Baskenmützen überreicht.

 

Und wir führten auch ein Gespräch mit Ebuzer Kılıç, die ein Mitglied des WEFA-Teams ist, über die Winternothilfen in Hakkari und Yüksekova.

 

Warum wollten Sie eine WEFA-Beobachterin werden?

 

Wenn wir uns von humanitären Aktivitäten fernhalten, verdunkelt sich das Herz des Menschen und verliert die Eigenschaften, die ihn menschlich machen und er beginnt nur an sein eigenes Ego zu denken. Ich war solch einer Situation. Aber als auf meine innere Stimme hörte, wurde mir klar, dass es Zeit war, nicht nur über mich selbst, sondern auch über andere nachzudenken und mich darauf zu freuen ihnen zu helfen. Weil ich bedürftige Menschen unterstützen wollte, bin ich mit dem WEFA-Team zur Winternothilfe nach Hakkari gegangen und hatte dort die Möglichkeit gefunden den armen Kindern dort den Winterbedarf zu decken.

 

Was hast du während der Reise gefühlt?

 

Die Reisen, die ich für humanitäre Hilfe unternehme, unterscheiden sich von den normalen. Trotz des intensiven Zeitplans und der ernsthaften Verantwortung, die uns erwarteten, war ich erfreut und aufgeregt, den Bedürftigen und insbesondere den Kindern Hilfe zu leisten. Ich wusste, dass, nach unserer Winternothilfe in eines der kältesten Gebiete der Türkei in Hakkari, die ganze Last auf meinen Schultern fallen und ich alle Strapazen vergessen würde, wenn ich die Freude in den Gesichtern der Kinder sehen würde.

 

War es schwierig, die Region zu erreichen? Können Sie uns erzählen, wie Sie sie erreicht haben?

 

In Hakkari Yüksekova gab es in der Woche, in der dorthin fuhren, starken Schneefall. Aufgrund der Wetterbedingungen konnte man in Hakkari seit 4 Tagen nicht mehr landen. Wir haben auch erfahren, dass die Temperatur nachts auf minus 10 Grad sinkt. Trotz allem freuten wir uns darauf, den Winterbedarf der Kinder, die auf uns warteten, zu erfüllen. Unsere Befürchtungen wurden nicht wahr. Wir erreichten sehr leicht die Region, in der wir Hilfe leisten wollten.

 

Können Sie uns etwas über die Situation und die widrigen Bedingungen der Menschen in der Region erzählen?

 

Da Hakkari, Yüksekova bergig und hoch gelegen ist, ist der Winter ziemlich lang und schwierig. Als wir dort ankamen, war alles weiß und es gab meterhohen Schnee. Landwirtschaft und Bau sind bei diesen Gefriertemperaturen nicht möglich. Die Menschen versuchen vielmehr, mit Vieh ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir haben unsere Winternothilfe in den Dörfern realisiert, in denen stark bedürftige Familien waren. Den Familien mit einer hohen Anzahl schulpflichtiger Kinder fällt es schwer, Schulmaterial zu kaufen. Oft ist es sogar so, dass die Familien nicht einmal die Möglichkeit haben selbst die restlichen Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen. Die Kinder gehen im Winter ohne feste Schuhe und ohne einen Mantel, nur mit leichten Schuhen und einer Strickjacke zur Schule.

 

Nun, was es Ihnen gebracht ein Teil des WEFA Teams und ein Beobachter zu sein?”

 

Es ist eine sehr wertvolle Gelegenheit für mich, die bedürftigen Kinder zu unterstützen, sie mit der Winternothilfe glücklich zu machen und mich freiwillig für diesen Zweck zu engagieren. Der Mensch lernt einige Dinge nur durch das Erleben und sammelt Erfahrungen. Ich habe auf diesen Reisen viele gute Dinge gelernt. Meine Sicht auf das Leben hat sich verändert. Ich habe gesehen, dass mehr Menschen in Not sind, als ich dachte. Als ich die Lebensbedingungen der Menschen in Not erlebt habe, wurde mir klar, dass ich mich, für die Situation in der ich bin, bedanken und mich nie über irgendetwas beschweren sollte. Es war mir selbst peinlich, als ich mir die Frage stellte: „Was habe ich bis jetzt für die Bedürftigen getan?“ Jedes Mal, wenn ich mich an ihre Lebensbedingen erinnere, denke ich mir: „Wie können wir das rechtfertigen?“

 

Was möchten Sie unseren Spendern sagen, die sich fragen, ob die Spenden die richtige Adresse erreicht haben?

 

 

Bei der Winternothilfe in Hakkari, an denen ich persönlich teilgenommen habe, haben wir Mäntel, Stiefel, Handschuhe, Schals und Baskenmützen an die bedürftigen Kinder verteilt. Ich habe gesehen, wie sorgfältig die WEFA-Teams die freiwilligen Zuwendungen unserer Spender in Hakkari Yüksekova an Bedürftige verteilt haben. Ich hatte zuvor an Winternothilfen und Nothilfen im Allgemeinen bei WEFA teilgenommen. Aus diesem Grund kann ich versichern, dass die WEFA-Teams die bedürftigen Familien in den Regionen identifizieren, in denen die Hilfsarbeiten durchgeführt werden, und zuerst die erforderlichen Hilfsmaterialien bereitstellen. Dann gehen sie in Begleitung von Beobachtern wie mir in die Regionen in denen sie benötigt werden, um Hilfe zu leisten und den Bedürftigen die notwendige Unterstützung zu geben. Tatsächlich wurde die Winternothilfe in Hakkari unter der Schirmherrschaft der Beobachter mit großer Transparenz durchgeführt.

 

Würden Sie in Betracht ziehen, wieder Beobachter bei WEFA zu sein?

 

Absolut ja. Die Teilnahme an solchen Wohltätigkeitsarbeiten führt zum Bestehen der der Leidenschaft für Solidarität, Nächstenliebe und das Teilen. Es ist für jemanden, der die bedürftigen, unschuldigen Kinder und Waisenkinder aus nächster Nähe gesehen hat, nicht möglich, sich von diesen tollen Menschen abzuwenden. Ich werde diesen schönen Menschen, die auf uns warten, weiterhin helfen, solange ich kann. Ich möchte auch der Internationalen Organisation für humanitäre Hilfe WEFA danken, die mir diese tolle Möglichkeit gibt.