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EIN BESUCH MIT WEFA BEI DEN WAISENKINDERN BURKINA FASOS

EIN BESUCH MIT WEFA BEI DEN WAISENKINDERN BURKINA FASOS

Das Wort „Waise” heißt auf arabisch “yatīm” und weist darauf hin, dass ein Kind vor der Pubertät seinen Vater verloren hat. Jedes Kind, das seinen Vater verliert, ist bedürftig nach Schutz und eines der Themen, auf das im Islam ein besonders hoher Wert gelegt wird, ist das Behüten von Waisen.

 

Unser Prophet (Allāh segne ihn und schenke ihm Heil) zeigte mit diesem Hadith auf seinen Rāwī Anas ibn Mālik und betonte die Wichtigkeit einen Waisen zu schützen.

 

Kinder sind der Grundbaustein für die gesunde Entwicklung des Allgemeinwohls. Aus diesem Grund sind wir alle dafür verantwortlich, ihnen eine gute Zukunft zu bieten. WEFA e.V. – Weltweiter Einsatz für Arme handelt unter dessen Bewusstsein und unterstützt Waisenkinder, die nicht die Möglichkeit haben, ihr Leben allein führen zu können, bis sie auf ihren eigenen Beinen stehen, mit finanziellen Hilfen und realisiert hierbei unterschiedliche Hilfsprojekte. WEFA konzipiert zudem überall auf der Welt Bildungs-Projekte für Kinder ohne Väter und/oder Mütter und bereitet sie mit dem Wunsch, dass sie zu einem Individuum heranwachsen, das der Gesellschaft nutzen kann, auf das Leben vor.

 

An bestimmten Zeiten im Jahr besuchen wir in Begleitung der WEFA Teams und Freiwilligen die Länder, in denen wir unseren Waisen helfen und kümmern uns persönlich um sie und ihre Familien.

 

Im März 2019 besuchte das sich in Burkina Faso befindende WEFA Team im Hintergrund dieser Informationen die Waisen und Familien, denen durch das Spendensystem “Sponsere einen Waisen” geholfen wurde, zu Hause.

 

“WIR WOLLTEN DER AUSSAGE UNSERES PROPHETEN (Allāh segne ihn und schenke ihm Heil) NACHGEHEN.”

 

BURKINA FASO AUS DEN AUGEN IBRAHIM URALS, DER BEI DEN HILFSARBEITEN FÜR DIE WAISEN TEILGENOMMEN HAT:

 

Wir haben für unsere unter schwierigen Umständen lebenden Glaubensgeschwister in Burkina Faso, dessen mehrheitliche Bevölkerung muslimisch ist, auf unterschiedliche Art und Weise Hilfsprojekte vollbracht. Für unseren zweiten Tag in Burkina Faso hatten wir eingeplant, die Bedürfnisse der dort lebenden Waisen zu decken. Wir wollten der Aussage unseres Propheten (Allāh segne ihn und schenke ihm Heil) nachgehen und hatten uns deswegen auf den Weg gemacht. Wir wollten sowohl die Spenden unserer Wohltäter, als auch andere Arten der Hilfsleistungen an die hilfsbedürftigen Waisenkinder überbringen und trugen somit Aufregung und Verantwortung mit uns.

 

Als erstes besuchten wir unser kleines Waisenmädchen Latifatou, das sich seit 2018 im Schutz von WEFA befindet. Latifatou, die sagte, dass sie ihre Schule und ihre Fächer sehr mag, befand sich erst in der dritten Klasse. Wir überreichten ihr die Geschenke ihres Sponsors, der sie durch das Sponsoren-System für Waisen unterstützt. Mit jedem Päckchen, das die kleine Latifatou aufgeregt öffnete, füllten sich unsere Herzen mit Freude.

 

Anschließend begannen wir uns mit Latifatous Mutter zu unterhalten. Sie erzählte uns, dass sie ihren Ehemann vor fünf Jahren verloren hatte und somit allein mit ihren Kindern verblieben ist. Leider konnte Latifatous Mutter, nachdem ihr Mann verstorben war, weder die Miete bezahlen, noch für die Bedürfnisse ihrer Kinder aufkommen. Also ging sie zusammen mit ihren Kindern zum Haus ihrer Eltern. Sie fing an Obst und Gemüse auf dem Markt zu verkaufen, um sowohl ihre Eltern unterstützen zu können, als auch für die Bedürfnisse ihrer Kinder aufkommen zu können. Latifatous Mutter sagte, dass sich in ihrem Leben sehr vieles verändert hat, seitdem WEFA sich um ihre Waisen kümmert. Sie erzählte uns mit funkelnden Augen, dass sie die Bedürfnisse ihrer Kinder nun mit Leichtigkeit erfüllen und ihnen sogar Schuhe und Kleidung kaufen kann.

 

Danach besuchten wir die 4-jährige Kalifa, die sich ebenfalls durch das Sponsoren-System für Waisen seit 2018 unter Schutz von WEFA befindet. Unser kleines Waisenkind versteckte sich, als sie uns sah, zunächst hinter ihrer Mutter. Wir gaben ihr die Geschenke ihres Sponsors in der Hoffnung, dass sie sich uns öffnen würde. Die kleine Kalifa nahm ihre Geschenke sehr schüchtern entgegen, jedoch nahm ihren schüchternen Blick ein warmes Lächeln ein, das mit dem Öffnen der Geschenke auf ihrem Gesicht erschien. Die Mutter unseres kleinen Waisen bedankte sich bei WEFA und ihrem wohltätigen Sponsor vielmals für die Unterstützung.

 

 “SIE SIND TROTZ DER ARMUT ZUFRIEDEN.”

 

DIE WAISEN AUS DEN AUGEN VON VEYSEL TIRYAKI, DER EIN TEIL DES WEFA TEAMS FÜR BURKINA FASO WAR:

 

Ich hatte bereits vorher gemeinsam mit WEFA als Freiwilliger an Hilfsarbeiten in Afrika teilgenommen. Dieses Mal  durfte ich als Teil des WEFA Teams nach Burkina Faso gehen. Wir haben ein wundervolles Hilfsprogramm ausführen dürfen und haben unter anderem Mouniratou und ihre Familie besucht, die seit 2015 vom Sponsoren-System für Waisen von WEFA unterstützt wird. Die 16-jährige Mouniratou hatte uns warmherzig empfangen. Wir sahen, dass unser Waisenmädchen gemeinsam mit ihrer Familie in einem winzigen Häuschen lebte. In zwei Zimmern blieben sechs Menschen. In ihrem Haus gab es weder Elektrizität, noch fließendes Wasser, noch Gas. Mouniratous Familie, die ein Zimmer des Hauses sowohl als Küche, als auch als Schlafzimmer benutzt, hatte einen echten Überlebenskampf in der ganzen Armut zu bewältigen.

 

Als wir Mouniratou fragten, ob sie ihrer Sponsoren-Familie etwas mitteilen möchte, sagte sie: “Ich bedanke mich bei WEFA und meiner Sponsoren-Familie vielmals für alles. Die Hilfen, die sie uns spenden, sind wirklich ausreichend für uns.” Diese Worte prägten sich in uns ein. Trotz der ganzen Armut, befanden sich Menschen vor uns, die sich, mit dem was sie haben, begnügen und dessen Herzen reich sind. Genau in diesem Moment waren wir Zeuge der Aussage unseres Propheten (Allāh segne ihn und schenke ihm Heil).

 

Im Umfang unseres Hilfsprogramms für die Waisen in Burkina Faso machten wir uns auf den Weg um einen anderen unserer Waisen zu besuchen. Wir kamen bei unserem kleinen Waisenmädchen Aicha an, die seit 2018 durch das Sponsorensystem für Waisen von WEFA unterstützt wird. Die kleine Aicha war erst sechs Jahre alt und besuchte die Schule noch nicht. Aicha, die uns zum ersten Mal sah, betrachtete uns mit schüchternen, jedoch neugierigen Blicken.

 

Die Mutter der kleinen Aicha, mit der wir uns unterhielten, erzählte von den Schwierigkeiten, die sie erlebten wiefolgt: “Nachdem ich meinen Ehepartner verlor, begann ein hartes Leben für uns. Da sie uns an dem Ort, an dem wir wohnten, sehr schlecht behandelten, zogen wir zu meinen Eltern. Da mein Vater leider ein niedriges Einkommen hat, hatten wir es sehr schwer, doch auf einmal kam WEFA in unser Leben und alles begann sich zu verschönern und zu verbessern. Wir waren gefallen, doch wir konnten durch die Hilfen von WEFA aufstehen und uns fest ans Leben klemmen. Nun laufen wir in Richtung schönerer Tage und solange WEFAs Hilfen weitergehen, werden wir weiterlaufen. Deshalb erwähnen wir WEFA und unsere Sponsoren-Familie, die uns unterstützt, ständig in unseren Gebeten.”